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Alltag heute in der AntarktisAllgemein zum Thema Die Antarktis ist kein ständiger Wohnraum für Menschen, obwohl dort auch schon Menschen geboren wurden. Die Leute dort werden immer nur Gäste sein, sie bleiben für kurze oder längere Zeit, nie jedoch von der Geburt bis zum Tode mit Nachkommen, die das selbe machen. So ist auch die ganze Infrastruktur ausgelegt : einerseits Forscher - andererseits Personal von der Logistik. Es braucht auch in der Antarktis einen Arzt, eine Funkverbindung, Radio und Fernsehen. Daneben gibt es auf grösseren Stationen auch eine Kirche und Feste werden auch dort gefeiert. In den Polargebieten ist zum Beispiel die Sonnenwende ein wichtiges Ereignis : in der Antarktis besonders der Midwintertag am 21. Juni, also "der längsten Nacht" (Südhalbkugel umgekehrt zu uns). |
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Bevölkerung Eine eigentliche Bevölkerung (im Sinne eines Daueraufenthaltes von der Geburt bis zum Tode) gibt es in der Antarktis nicht. Der Aufenthalt ist also auch bei Überwinterungen begrenzt. Die Zahl der Personen welche sich in der Antarktis aufhalten beträgt im Südwinter etwa 1000 und im Südsommer etwa 4000. Es gibt dazu verschiedene Statistiken, aber selbst über die Jahrzehnte verändert sich diese nicht umwerfend. Bezogen auf die Fläche von über 13 Mio km2 hat selbst im Südsommer jede Person 3250km2 zur Verfügung. Im vergleich: Deutschland hätte 110 Einwohner, Oesterreich 26 und die Schweiz 13 --- und im Winter je viermal weniger. nachfolgend eine Statistik um 1990
*) Greenpeace: internationale Besetzung
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Midwinter Wie übrigens auch in allen Gebieten der Arktis, so spielt auch in der Antarktis der Midwintertag (Mittwintertag) eine wichtige Rolle. Die Antarktis auf der Südhalbkugel der Erde hat diesen kürzesten Tag am 21. Juni - genau dann, wenn bei und auf der Nordhalbkugel der längste Tag ist. Man kann den Midwintertag auch als den "höchsten Feiertag der Antarktis" bezeichnen und die Feierlichkeiten werden auf den meisten Stationen von den Überwinterern von langer Hand vorbereitet und mit einem Festessen gebührend gefeiert.
Seit Eisenhower im Jahre 1959 erhalten Personal und Forscher der Antarktisstationen jedes Jahr am 21. Juni eine "Midwinters Day Message" . Die Absicht soll eine Steigerung der Moral und das Interesse des amerikanischen Volkes an der Antarktisforschung sein
Winterover Die Antarktis ist für den Menschen nie ein Aufenthaltsort für für das ganze Leben. Die meisten halten sich nur während den hellen Sommermonaten dort auf - nur wenige überwintern dort. Besonders im Landesinnern ist eine Evakuation bei Krankheit und Unfall auch heute ein hoch riskantes Unterfangen. Die grösseren Stationen sind heutzutage ganzjährig mit mindestens ca. 10 Personen besetzt, darunter jeweils ein Arzt. Früher wurde der Winter oft auf einem Schiff im Packeis verbracht. Die bekanntesten Überwinterungen aus früheren Zeiten sind:
Die ersten überwinternden Frauen waren wahrscheinlich Frauen von Walfängern auf Deception um 1910. Bei den Polarforschern waren es Edith Ronne und Jennie Darlington während der RARE 1948. Die erste überwinternde Frau am Südpol war Dr. Michele Raney 1979. Die erste Überwinterung am Südpol war 1957 : 18 Männer und ein Hund. Richard Byrd überwinterte 1934 alleine auf einer abgelegenen Wetterstation.
Medizin Gerade in der Abgeschiedenheit der Antarktis muss heute die medizinische Versorgung absolut sichergestellt sein. In vielen Fällen ist der Arzt zugleich auch der Stationsleiter.
Katastrophen Die nachfolgende Liste der Katastrophen in der Antarktis kann niie vollständig sein - sie soll eher aufzeigen, dass die harten klimatischen Verhältnisse in vielen Fällen zu Unglücken führten. In vielen Fällen waren es Schiffe im Packeis, die dem Eisdruck nicht mehr widerstehen konnten und zerbarsten. Die Liste wird ergänzt.
Krankheiten Eine der gefürchtetsten Krankheiten vor Beginn des 20. Jahrhunderts war Skorbut (= scurvy), weil wegen der Isolation und der monatelangen Abgeschlossenheit es einfach an der richtigen Ernährung fehlte.
Todesfälle Die meisten Todesfälle in der Antarktis ereignen sich durch Unglücksfälle. Gerade bei Überwinterungsmannschaften ist eine gute körperliche Verfassung wegen den vielfach fehlenden Zugangsmöglichkeiten lebensnotwendig.
Öffentlichkeit Öffentlichkeitsarbeit gibt es auch in der Antarktis. Einerseits werden hier staatliche Gelder investiert und die Öffentlichkeit zuhause interessiert sich dafür - andererseits werden wissenschaftliche Kenntnisse so dokumentiert.
Schulen Schule auf der argentinischen Station Esperanza
Religion Orthodoxe Kirche für russische Polarforscher
Frauen
Telekommunikation Die Telekommunikation übernimmt immer mehr die Aufgaben der Post - die Verbindung mit der Heimat wird heute mit Telefon, Funk oder E-Mail hergestellt. So hat auch in der Antarktis das Internet Einzug gehalten. Die Satelliten wie INMARSAT werden aber auch von den Schiffen auf hoher See im Antarktischen Eismeer genutzt.
Radio und Fernsehen Das erste Mal wurde das Radio in der Antarktis während der Australasian Antarctic Expedition 1911-14 durch Mawson benutzt - Robert Scott hat es dagegen bei seiner letzten Expedition 1910-13 abgelehnt. In den folgenden Expeditionen wurden aber immer wieder hohe Radiomasten aufgestellt.
Funker in der Antarktis Die Telekommunikation übernimmt immer mehr die Aufgaben der Post - die Verbindung mit der Heimat wird heute mit Telefon, Funk oder E-Mail hergestellt. So hat auch in der Antarktis das Internet Einzug gehalten. Die Satelliten wie INMARSAT werden aber auch von den Schiffen auf hoher See im Südpolar Meer genutzt.
Funkbestätigungskarten: Eine wesentliches Element zur ständigen Erhaltung von Stützpunkten in der Antarktis war eine Nachrichtenverbindung mit der Heimat. So wurde als eines der ersten Gebäude auch immer eine Funkstation aufgebaut. Wichtigstes Element war der Austausch meteorologischer Daten und die Verbindung mit der Heimat - und erst in zweiter Linie war es der Kontakt mit den Funkamateuren in der ganzen Welt. Später suchten Funkamateure auch einsame unbewohnte Inseln der Subantarktis und Antarktis auf, um von dort Funkkontakte herzustellen.
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![]() Dieses Cachet symbolisiert den Midwintertag auf eindrückliche Weise - linker Teil Abschied von der langen Polarnacht - rechter Teil das Warten auf die wiederkehrende Sonne.
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eine Fotoreportage während einer Kreuzfahrt , die zur antarktischen Halbinsel und nach Südgeorgien führte.
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