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Wale der AntarktisSYSTEMATK (nur Fauna der Antarktis) Ordnung Cetacea ( Wale ) Unterordnung Mysticeti ( Bartenwale ) Familie Balaenopteridae (Furchenwale)
Gattung Megaptera
Familie Balaenidae (Glattwale)
Unterordnung Odontoceti ( Zahnwale ) Familie Physeteridae (Pottwale)
Familie Ziphiidae (Schnabelwale)
Familie Delphinidae (Delfine)
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Die Wale sind Säugetiere, die ausschliesslich im Wasser leben. Weltweit gibt es etwa 100 Arten und Unterarten, davon kommen ungefähr 20 zumindest zeitweise in antarktischen Gewässern vor. Die unten aufgeführten 8 Arten sind die bekanntesten in den antarktischen Gewässern. Die Familie der Furchenwale teilt sich in zwei Gattungen: Balaenoptera und Megaptera. Die Wale aus der Gattung der Balaenoptera haben einen sehr schlanken Körper und ihr Kopf läuft spitz zu. Der Name Furchenwale bezieht sich auf die Längsfurchen an der Kehle. Sie spielen eine Rolle bei der Nahrungsaufnahme. Die Furchenwale schwimmen mit geöffnetem Maul durch das nährstoffhaltige Wasser.Beim Einströmen des Wassers dehnen sich die Furchen aus und so können grosse Mengen an Nahrung mitsamt dem Wasser aufgenommen werden. Wenn der Wal anschliessend sein Maul schliesst und das Wasser wieder herauspresst, bleibt die Nahrung in den Barten hängen und wird hinuntergeschluckt. Für die ersten Walfänger waren diese Wale nur schwer zu jagen, weil sie schnelle Schwimmer sind und sich vorwiegend in tiefen Gewässern aufhalten. Der drastische Rückgang der Glattwalbestände führte dazu, dass man mit Hilfe von schnelleren Schiffen auch den Furchenwalen nachstellte. Die meisten Furchenwale legen jedes Jahr weite Strecken zurück. Im Sommer halten sie sich in den Futtergründen auf, das sind die eher kälteren Gewässer. Im Herbst ziehen sie in die Paarungsgründe, das sind eher wärmere Gewässer. Dort pflanzen sie sich fort und ziehen ihre Jungen auf. |
Zahnwale ernähren sich aber vorwiegend von Fischen und Tintenfischen. Im Gegensatz zu den Bartenwalen nehmen die Zahnwale ihre Nahrung mit den Zähnen auf. Sie können ihre Nahrung mit den Zähnen lediglich ergreifen, jedoch nicht zerkleinern.
Körperteile bei den Walen: Blasloch: auch Nasenloch, bei Zahnwalen nur eine äussere Öffnung sichtbar, bei Bartenwalen sind es zwei Öffnungen. Als Säugetiere müssen die Wale in bestimmten Abständen zum Atmen an die Wasseroberfläche. Die komprimierte Atemluft wird durch das Blasloch ausgestossen und es bildet sich bei grösseren Walen eine deutliche auch weithin sichtbare Wolke. Flipper: So wird die Brustflosse bezeichnet. Die Flipper können bei den einzelnen Arten unterschiedlich aussehen. Finne: So wird die Rückenflosse bezeichnet. Anhand von Position und Grösse, Form und Farbe der Finne können sogar die einzelnen Arten bestimmt werden. Fluke: So wird die Schwanzflosse bezeichnet. Diese gilt ebenfalls als Identifikationsmerkmal und ist das Antriebsorgan der Wale. Anders als die Fische treiben sich die Wale nicht durch Hin- und Herbewegen des Kopfes an, sondern durch Auf- und Abbewegen der Fluke.
Walpopulation: Die Population der einzelnen Walarten ist nur schwer zu schätzen, weil sich die Tiere die meiste Zeit unter Wasser und deshalb nicht sichtbar sind. Wesentlich sind die Veränderungen bei den Sichtungen über einen längeren Zeitraum. |
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Blauwal lateinisch: Balaenoptera musculus |
Der Blauwal (Balaenoptera musculus) ist der grösste Wal der Erde, wahrscheinlich auch der grösste Wal der je auf der Erde gelebt hat. Ein ausgewachsenes Tier wird bis 30m lang und wiegt etwa 120 Tonnen. Durch die intensive Bejagung ist die Population stark gesunken und man schätzt, dass es nur noch 3'000 Blauwale gibt. Es braucht -trotz Fangverbot- bis 100 Jahre bis der natürliche Bestand von etwa 200'000 Tieren erreicht würde. |
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Finnwal lateinisch: Balaenoptera physalus |
Der Finnwal (Balaenoptera physalus) ist nach dem Blauwal der zweitgrösste Wal und mit seinen noch 80'000 Exemplaren der häufigste Grosswal der Erde. Er wird bis 25 m lang und hat ein Körpergewicht von 40-50 Tonnen - wobei die Kühe etwas kleiner als die Bullen sind. Er ist bekannt als schneller Schwimmer. |
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Buckelwal lateinisch: Megaptera novaeangliae |
Die Buckelwale (Megaptera novaeangliae) erreichen eine Länge bis zu 15 m und ein Gewicht bis zu 30 Tonnen. Sie sind ungewöhnlich langsame Schwimmer mit langen Flossen - diese entsprechen etwa einem Drittel der gesamten Körperlänge. Sie sind auch bekannt für ihre langen variationsreichen Gesänge. Der Buckelwal ernährt sich von Krill, Fischen und Tintenfischen. Er hat eine besondere Jagdmethode : sie tauchen unter einen Fischschwarm und umkreisen ihn von unten, wobei sie Luftbläschen entweichen lassen, welche eine Art Netz um den Schwarm bildet. Anschliessend schwimmen sie nach oben und können so die Nahrung konzentriert aufnehmen. |
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Pottwal lateinisch: Physeter catodon |
Im Südpolarmeer sind nur männliche Pottwale (Physeter catodon) anzutreffen, die weiblichen Tiere und die noch nicht geschlechtsreifen Tiere beiderlei Geschlechts leben in den Meeren der Subtropischen und gemässigten Breiten. Die Pottwale sind ausgeprägt polygam - der Harem eines Bullen umfasst 10- 40 Weibchen. Der Fortpflanzungszyklus ist recht lang - die Weibchen paaren sich nur alle 4 bis 5 Jahre. Ein Grossteil der Pottwalbullen leben daher als Junggesellen und diese ziehen in Herden ins Südpolarmeer und ernähren sich von den Tintenfischbeständen. |
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Südlicher Glattwal oder Südkaper lateinisch: Eubalaena australis
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Der Südliche Glattwal wir auch Südkaper genannt, er hat einen flossenlosen Rücken und wirkt fett und unförmig. Sie hat eine Gesamtlänge von bis 18 Metern und wiegt bis 80 Tonnen. Sie ist mit Hautwucherungen besetzt, die Seepocken, Würmer und kleine Krebstiere enthalten. |
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Seiwal lateinisch: Balaenoptera borealis |
Der Seiwal (Balaenoptera borealis) wird 12 bis 18 Meter lang und wiegt bis 29 Tonnen. Der Seiwal ist bekannt als schneller Schwimmer, kurzfristig kann er bis 55km/h erreichen. Er ist dunkelgrau am Rücken und auf der Unterseite eher blass. Bei der Nahrungsaufnahme schwimmt der Seiwal häufig in Seitenlage. |
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Südlicher Zwergwal lateinisch: Balaenoptera bonaerensis |
Der Zwergwal wird auch Hechtwal genannt (Balaenoptera acutorostrata) |
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Grosser Schwertwal lateinisch: Orcinus orca |
Im Südpolarmeer ist der Schwertwal (Orcinus orca) eine gefürchtete Erscheinung. Er ist der grösste Vertreter der eigentlichen Delphine und ist sehr auffällig gezeichnet: Rücken und Seiten tiefschwarz, weisse Flecken am Kopf und Reinweiss am Bauch von der Schnauzenspitze bis zur Schwanzflosse. Im Gegensatz zu andern Delphinen hat er keinen "Schnabel", sondern eine gewölbte Stirn. Seinen Namen hat der Wal von seinem "Schwert" auf dem Rücken - bei ausgewachsenen Männchen ragt es bis zwei Meter über den Rücken. |
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Südlicher Entenwal lateinisch: Hyperoodon planifrons
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Der Südliche Entenwal ist ein verhältnismässig grosser schnabelförmiger Wal von 6 bis 8 m Körperlänge. Die Körpergestalt wirkt robust. Sie haben eine grosse knollig gestaltete Stirn und einen Schnabel ähnlich einem Delphin. Die Farbe ist schokoladebraun.Er wurde auch schon westlich von Brasilien und Australien gesichtet, was beweist, dass er sich auch in gemässigten Gebieten aufhalten kann. Im Südsommer hält er sich meistens in etwa 100km Entfernung von der Eisgrenze in tiefen Gewässern unter 1000m auf. Er ist daher selten sichtbar und ist daher auch nie stark ausgebeutet worden. |
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