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Fauna und Flora der Antarktis

Die Antarktis ist ein wenig artenreiches, aber grosses Naturreservat. Die Ökosysteme sind relativ einfach strukturiert.
Bei den Vögeln, Pinguinen, Robben und Walen lassen sich die Arten noch gut feststellen - bei den Vögeln sind gelegentliche Gäste nicht berücksichtigt.

Zur übrigen Tierwelt zählen hier die Krebstiere, Fische, Muscheln, Insekten und Spinnen. Bei diesen Tieren werden/können nur wenige Arten detailliert beschrieben werden.
Die Tierwelt beschränkt sich fast nur auf den Küstenbereich und dem antarktischen Meeresgebiet - im Kontinentinneren sind nur Insekten (Springschwanz), Milben und Blattfusskrebse anzutreffen. Das antarktische Meeresgebiet ist eines der ältesten und grössten in sich geschlossenen Ökosystem der Erde.
 

 

Mit Ausnahme von nur zwei Blütenpflanzen besteht die gesamte Flora der Antarktis aus kleinen blütenlosen Sporenpflanzen wie Algen, Flechten, Pilze und Moose. Diese landlebenden Pflanzen müssen extremen Bedingungen standhalten, wie geringe Luftfeuchtigkeit, niedrige Temperaturen und Mangel an Bodenkrume. Lediglich im Randgebiet der Antarktis hat man zwei Arten von Blütenpflanzen gefunden.

Übersicht zum Thema
Fauna und Flora der Antarktis

Leben - Überleben: Die Antarktis ist auch für die Tierwelt von aussen nicht gut erreichbar, wegen der Abgeschiedenheit sind auch viele endemische Arten anzutreffen.

Pinguine: Pinguine sind die typischsten Bewohner der Antarktis, aber nicht alle Pinguinarten wohnen in der Antarktis, aber alle sind auf der Südhalbkugel beheimatet.

Albatrosse: Die Albatrosse verbringen den grössten Teil ihres Lebens in der Luft nur zur Brutzeit suchen sie die einsamen Inseln im Südpolarmeer auf.

Sturmvögel: Sturmvögel sind Meeresvögel und haben Schwimmhäute und Haken- Nasen, an Land haben sie Mühe sich fortzubewegen.

Wale: Die Wale finden mit dem Krill ein reiches Nahrungsangebot in der Antarktis, allerdings macht ein Rückgang dieses Nahrungsangebotes sie verletzlich.

Robben: Die antarktischen Robben leben auf dem Eis und im Südpolarmeer.. Sie konnten sich seit dem Ende des Robbenfangs wieder gut erholen.

weitere Tiere: Weitere Tiere der Antarktis sind noch einige Wasservogelarten, Krill und Fischarten im Südpolarmeer, viele von ihnen sind endemisch.

 

Flora der Antarktis

SYSTEMATK  (nur Blütenpflanzen der Antarktis)

Ordnung Poales  ( Süssgrasartige )

Familie Poaceae (Süssgräser)
Gattung Deschampsia (Schmielen)

  •  Antarktische Schmiele (Deschampsia antarctica)


Ordnung Caryophyllales ( Nelkenartige )

Familie Caryophyllaceae (Nelkengewächse)
Gattung Colobanthus

  • Antarktische Perlwurz (Colobanthus quitensis)

 

Blütenpflanzen

Es sind nur 2 Arten einheimischer Blütenpflanzen bekannt und sie gedeihen ausschliesslich auf der Antarktischen Halbinsel bis etwa 68°21' Süd.

Antarktische Schmiele
lat: Deschampsia antarctica
engl.
Antarctic hair grass

Die häufigere Antarktische Schmiele ist ein Gras und wächst an geschützten Stellen, wo Moss-Flechten Gemeinschaften ihre Ansiedlung ermöglichen. Am üppigsten wächst das Gras auf den South Shetlands und den South Orkneys.
 

Antarktische Perlwurz
lat;Colobanthus quitensis
engl. Antarctic pearlwort

Die zweite antarktische Blütenpflanze ist die Antarktische Perlwurz (Colobanthus quitensis) engl. Antarctic pearlwort  Es ist ein Nelkengewächs und weniger verbreitet, besiedelt aber die gleichen Habitate.

Auf Südgeorgien gibt es noch weitere Blütenpflanzen.

 


Antarktische Schmiele (Deschampsia antarctica


Antarktische Perlwurz (Colobanthus quitensis)
 

Flechten

Jede Flechte ist aus zwei Lebensformen aufgebaut, einer photosynthetisch aktiven Grünalge und einem Pilz, einem nicht aktiven Konsumenten. Die Grünalge stellt durch Photosynthese Energie für sich selbst und den Pilz bereit, der im Gegenzug Schutz, Feuchtigkeit und die nötigen Mineralstoffe bietet.
Die reichsten Flechtenvorkommen liegen auf der geschützten Westseite der Antarktischen Halbinsel. Die Anzahl Arten lässt sich nicht exakt bestimmen - man schätzt gegen 100 Arten. Die Flechten wachsen ausserordentlich langsam, der Durchmesser nimmt in 100 Jahren nur 10 bis 16 Millimeter zu.


Bartflechte


Becherflechte


Wandflechte

Moose

Moose können unter fast gleich extremen Bedingungen wie Flechten überleben, doch genügt ihnen meist nicht der nackte Fels. Sie benötigen wenigstens kleine Flecken sandiger Böden. Besonders gut gedeihen sie in der Umgebung von Brutkolonien, wo Vogelkot und Nistmaterial die Bodenstruktur verbessern.
Die Laubmoosarten - etwa 45 verschiedene Arten - sind ebenfalls vorwiegend auf der Antarktischen Halbinsel anzutreffen. Zwei typische und dominierende Arten sind: Polytrichum alpestre Chorisodontium aciphyllum. Neben den Laubmoosarten gibt es auch noch fünf Arten der nahe verwandten Lebermoose

Algen

n der Antarktis gibt es auch zahlreiche Arten einzelliger Algen. Ein besonders interessantes Phänomen sind einzellige Algen auf der Antarktischen Halbinsel, die in Schneewehen und Gletschern leben (Kryoplankton). Das Vorkommen beschränkt sich auf Gebiete, wo der Schnee im Sommer mit Schmelzwasser gesättigt werden kann. Wenn er taut, kommen die Algen als rote und grüne Flecken zum Vorschein.

Diatomeen (Kieselalgen)

Kieselalgen sind Einzeller - das typische Merkmal ist eine Zellwand, die durch Kieselsäureeinlagerungen verstärkt ist. Von den etwa 10'000 Diatomeenarten kommen ungefähr 100 in der Antarktis vor. Ihr Durchmesser variiert zwischen weniger als 10 und etwa 100 Mikrometern. Ihr Vorhandensein lässt sich nur durch Messungen der Chlorophyllkonzentration in Wasserproben ableiten. Einige Diamoteen leben und wachsen eingefroren im Packeis, das sich jeden Winter bildet. Sie können in sehr hoher Dichte vorkommen - bis zu einer Million Zellen pro Liter Wasser. Während der Diatomeenblüte wird das normalerweise klare Meerwasser mahagonifarben


Kieselalge