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Schelfeis - Eisberge der Antarktis

Grosse Eisströme entwässern das Innere des Kontinents und bilden die Schelfeistafeln. Es sind dies schwimmende Eisplatten von grossflächigem Ausmassen und mindestens 2m Höhe über dem Meeresspiegel, die vom Inlandeis, Gletschern oder Eisströmen gespeist werden.

40% der über 30000km langen Küste bestehen aus Schelfeis. Das Schelfeis hält den Kontinent zusammen und schützt ihn gegen das stürmische Südpolarmeer. Ein Teil des Schelfeis liegt auf Wasser - ein anderer Teil schiebt sich auf das Land, wo es auch festgehalten wird. An dieser Grenze entstehen starke Spannungen und Brüche und das Eis weist Spalten auf. Diese Verankerung verhindert aber, dass nachrückendes Eis aus dem Kontinent das Schelfeis ins Meer stossen. 
Am äussersten Ende brechen die grossen Tafeleisberge ins Meer ab, an dieser Abbruchzone ist das Eis stellenweise bis 200m dick. 

Die zwei grössten Schelfeistafeln der Erde befinden sich in der Antarktis und liegen sich gegenüber:

  • das Ross-Schelfeis mit 487'800 km2

  • das Filchner-Ronne Schelfeis mit 449'000 km2, Filchnerschelfeis alleine mit 165'000 km2

Daneben gibt es noch viele kleinere Schelfeis, wie :

  • Larsen-Schelfeis : Östl. Antarktische Halbinsel ca. 67°S mit 103'000 km2

  • Georg-VI.-Schelfeis : Westl. Antarktische Halbinsel ca.73°S mit 28'200 km2

  • Ekströmschelfeis : Antarktisküste ca. 10°W
    Ameryschelfeis : Antarktisküste ca. 70°E mit 12'500 km2

  • Westschelfeis : Antarktisküste ca. 80°E mit 28'900 km2

  • Shackletonschelfeis : Antarktisküste ca. 100°E mit 39'000 km2

  • Getzschelfeis : Antarktisküste ca. 120°W mit 20'000 km2

  • Abbotschelfeis : Antarktisküste ca. 90°W

Eisbarriere :

Als Eisbarriere bezeichnet man den Schelfeisrand. Das Eisschelf verliert den Kontakt mit dem Meeresboden. Das Schelfeis bricht ab und es bilden sich Tafeleisberge. Diesen Vorgang nennt man kalben. Tidenhub, Wellengang und Schmelzprozesse bilden bei der Kalbung eine Rolle, ebenso auch der Schub vom Innern der Antarktis. Das gleiche Vorgehen kennen wir bei den Gletschern, nur sind es hier wegen der Form keine Tafeleisberge.

 

Eisberge

Die grossen Eisberge der Antarktis entstehen durch Abbruch vom Eisschelf. Sie schwimmen dann nach Norden und werden durch die Ost-West-Strömung durch das Polarmeer getrieben. Die Geschwindigkeit beträgt ca. 12 km pro Tag. Einige wenige Eisberge erreichen gar die Antarktische Konvergenz und dort wird ihr Kurs wegen der Westwinddrift umgekehrt - sie schwimmen von West nach Ost.

Durch Sturm und Wirbel werden sie zum Teil weit nach Norden abgetrieben. Sie entstehen durch Kalbung (Abbrechen) der ins Meer vorgeschobenen Zungen von Talgletschern oder des Inlandeises (Schelfeis). Eisberge von Talgletschern haben meist bizarre Formen. Die von Schelfeis abgebrochenen Eisberge heissen Tafeleisberge, sie gleichen riesigen Tafeln und sind schon wegen ihrer Grösse sehr auffällig - die grössten Exemplare bis 150km * 40km. Der grösste Teil eines Eisberges ist unter Wasser und nur 15-20% ragt über die Meeresoberfläche hinaus, d.h. ist sichtbar. 

 

Aufgrund ihres Alters unterscheidet man in der Antarktis 3 Eisbergtypen:

  • Tafeleisberge : Dies sind junge Eisberge, die Eisberge, die sich noch nicht lange vom Schelf getrennt haben. Ihre Oberfläche ist noch eben und glatt. Mit zunehmendem altern werden sie uneben, rund und geneigt.

  • Unebene Eisberge : Diese Eisberge sind schon länger der Erosion ausgesetzt. Die Teile über dem Wasserspiegel sind meist spitz, aber es kommen auch flache Passagen vor.

  • Gerundete Eisberge : Bei diesen ältesten Formationen sind nur noch wenige spitze Formen übrig geblieben. Manche dieser Eisberge werden instabil und kippen um, der Unterwasserteil ragt dann nach oben - diese liegen dann auch nicht mehr tief im Wasser.

Die grössten Tafeleisberge stammen  von den grossen  Schelfeisen wie dem Ross Eisschelf

Ein fast wahnsinniges Projekt - Eisberge (=Süsswasser) nach Saudiarabien zu schleppen !