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Klima der Antarktis

Die Antarktis ist der kälteste Kontinent der Erde. Die tiefste je auf der Erde gemessene Temperatur stammt aus der Antarktis Am 21. Juli 1983 wurde bei der ehemals sowjetischen Station Wostok (Vostok) minus 89,2° Celsius gemessen. Die Temperaturen sind in der Antarktis regional sehr unterschiedlich.

  • Auf dem Polarplateau sind die Temperaturen am tiefsten und erreichen im Sommer -40°C - im Winter -60° bis -70+C

  • An der Küste sind die Wintertemperaturen -20° bis -30°C und erreichen im Sommer manchmal die Nullgradgrenze.

  • Auf der Antarktischen Halbinsel werden im Sommer auch Temperaturen über dem Gefrierpunkt festgestellt.

  • Die Niederschläge sind ebenfalls sehr unterschiedlich - fallen aber immer in Form von Schnee. Im Landesinnern werden max. 200mm pro Jahr gemessen, in den Küstengebieten werden es 600mm und den vorgelagerten Inseln bis 1000mm Jahresniederschlag.

  • Im Landesinnern werden des öfteren Windgeschwindigkeiten von über 250km/h gemessen, Adélieland z. B. verzeichnet 340 Sturmtage im Jahr. Ablandige Fallwinde und das Aufquellen von Tiefenwasser sind die wichtigsten Ursachen für ausgedehnte, dem Kontinent vorgelagerte eisfreie Meeresteile (Polynias)..
    Die Jahresmengen von Schnee betragen 75-180 mm im Inneren, 200-600 mm am Rand des Inlandeises und 1 000-3 000 mm auf den subantarktischen Inseln.

 

Temperaturen

Die russische Vostokstation befindet sich auf 3500m Höhe in der Ostantarktis. Die Gegend gilt als Kältepol der Antarktis
 

Antarktische Frontalzone

Als antarktische Frontalzone bezeichnet man die grosse Temperaturänderung zwischen den antarktischen und maritimen Luftmassen. Sie sind rund um die Antarktis feststellbar und folgen etwa der momentanen Packeisgrenze, d.h. sie haben jahreszeitliche Schwankungen von bis zu 1000km. In diesem Bereich bilden sich Tiefdruckgebiete mit extrem niedrigen Druck aus. 

 

Kältepol

Als Kältepol bezeichnet man eine Gegend, an welchem die absolut niedrigste Lufttemperatur gemessen wurde. Die absolute Höhe des antarktischen Inlandeises (über 3000m über Meeresspiegel), die Meeresferne (über 1000km), extrem geringer Wasserdampfgehalt der Luft, kein Abfluss von Kaltluft, wolkenloser Himmel und die lange winterliche Ausstrahlungszeit (Polarnacht) machen das Polarplateau der Ostantarktis zum absolut kältesten Gebiet der Erde.

Brief von der Station Vostok mit Cachet -88.3° (gemessen Mitte der 70er Jahre)

So wurde am 21. Juli 1983 auf der russischen Station Vostok auf 3420m über Meeresspiegel minus 89.2°C gemessen. In der Antarktis ist der Juli der kälteste Monat. 

Einige ausgesuchte Wetterstationen der Antarktis

Wetterstationen sind in der Antarktis über den ganzen Kontinent verstreut und einige davon sind gar unbemannt. Diese Auswahl zeigt, dass im Innern des Kontinents extrem kalte Temperaturen herrschen, am Rande der Antarktis ist es im Südsommer wie bei uns an kalten Wintertagen und die Antarktische Halbinsel hat im Südsommer schon ein "fast mildes Klima".

Die Antarktis ist wegen ihrer Lage der kälteste Kontinent der Erde. Auf das ganze Jahr bezogen erhält die Antarktis nicht weniger Tageslicht als der Aequator, aber die auf den Kontinent treffende Strahlungsmenge ist wesentlich geringer, da die Sonne in einem sehr flachen Winkel strahlt. Dazu werden die Strahlen der Sonne wegen Wolken, Schnee und Eis zu einem grossen Teil wieder in den Weltraum reflektiert.

 

 

 

 

 

 

 

Windmessungen


Messstation für katabische Winde (Fallwinde)

Automatische Wetterstationen der University of Wisconsin - diese sind mit Punkten markiert.

Die Wetterbeobachtung beschränkt sich nicht nur auf den erdnahen Bereich. Mit Hilfe von Sonden wird auch das Wetter in grössen Höhen erforscht.