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Lagebestimmung des magnetischen Pols |
| Jahr |
Expedition |
Latitude |
Longitude |
Magnetpol und Magnetfeld Die beiden Magnetpole werden durch das Erdmagnetfeld bestimmt: die Magnetfeldlinien stehen senkrecht auf der Erdoberfläche. Der Durchmesser der Erde ungefähr vom geographischen Nordpol bis ungefähr zum geographischen Südpol verhält sich wie ein riesiger Magnet, wobei der arktische oder boreale Magnetpol den magnetischen Südpol darstellt und der antarktische oder australe Magnetpol ein magnetischer Nordpol darstellt. Dies ist auch der Grund, warum man sich mit dem Kompass orientieren kann.
Der Magnetpol liegt ca. 2600 km vom geographischen Südpol entfernt und befindet sich zur Zeit in der Nähe der Adélieküste. Er befand sich 1983 bei 65°12'S und 138°42'E. und verschiebt sich z.Zt. um etwa 10 km/Jahr in nordwestliche Richtung. Die magnetischen Pole fallen also nicht mit den geografischen Polen zusammen |
| 1819/21 |
Bellingshausen |
75°S |
138,3°E |
| 1838 |
Gauss |
72,6°S |
150,5°E |
| 1840 |
Hansteen |
69,5°S |
131°E |
| 1838/42 |
Wilkes |
71,9°S |
144°E |
| 1837/40 |
d'Urville |
71,8°S |
136,3°E |
| 1840/43 |
J.C. Ross |
75,1°S |
154,1°E |
| 1870 |
Menzzer |
76,8°S |
166,1°E |
| 1872 |
Sabine |
73,3°S |
148°E |
| 1898/1900 |
Borchgrevink |
72,7°S |
152,5°E |
| 1901/04 |
Scott |
72,8°S |
152,5°E |
| 1907/09 |
Shackleton |
72,4°S |
155,2°E |
| 1912 |
Mawson |
71,2°S |
150,8°E |
| 1922 |
Dyson |
71°S |
151°E |
| 1929/31 |
Mawson |
70,3°S |
146,3°E |
| 1939 |
Mawson |
70°S |
148°E |
| 1941 |
Byrd |
70,3°S |
148,3°E |
| 1942 |
Spencer |
70°S |
150°E |
| 1946/47 |
Byrd |
68,8°S |
144°E |
| 1952 |
Mayaud |
68,1°S |
143°E |
| 1955 |
Briesenmeister |
68°S |
144°E |
| 1958 |
Eisbrecher Ob |
68°S |
144,3°E |
| 1959 |
Mayaud |
67,7°S |
141°E |
| 1963 |
Nat. Geographic Society |
66,9°S |
142,6°E |
| 1964 |
Eisbrecher Burton Island |
67,5°S |
140°E |
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Das Polarlicht
Das Polarlicht im Norden und Süden ist ein bemerkenswertes Phänomen. In der klaren Polarnacht bewegen sich Bögen, Vorhänge und Strahlenbündel über den Himmel. Sie entstehen, wenn Ströme von Sonnenpartikeln in die Ionosphäre der Erde eindringen und mit den Molekülen der oberen Atmosphäre kollidieren.
Das Magnetfeld der Erde leitet die Partikel hinunter zu den magnetischen Polen und konzentriert sie auf dem ovalen Band rund um die Pole. Sowohl die Lage der Ovale als auch die Form der Aurora wird durch die Intensität der Sonnenaktivität gesteuert.
Das Nordlicht hat immer eine große Bedeutung für die Mythen und Traditionen der arktischen Bevölkerung gehabt.
White
Out
Angenommen,
man
steht
unter
einer
geschlossenen
Wolkendecke,
die
zwar
dick
genug
ist,
um
die
Sonne
zu
verhüllen,
aber
doch
nicht
so
dicht,
dass
sie
den
überwiegenden
Teil
des
Lichtes
daran
hindert,
bis
zum
Boden
durchzudringen.
Das
Sonnenlicht,
das
von
oben
auf
diese
Wolkenschicht
auftrifft,
wird
teilweise
nach
oben
reflektiert,
aber
ein
Grossteil
wird
an
den
zahllosen
kleinen
Wassertröpfchen
und
Eiskristallen
gestreut
und
gelangt
durch
die
Wolkenschicht
nach
unten.
Wenn
nun
die
Erdoberfläche
mit
Schnee
bedeckt
ist,
wird
der
grösste
Teil
dieses
Lichtes
wieder
nach
oben
zur
Wolkendecke
hin
gestreut.
Auch
von
diesem
Licht
wird
wieder
ein
Teil
von
den
Wolken
zurück
zur
schneebedeckten
Erde
reflektiert
und
von
dort
wiederum
nach
oben
zur
Wolkendecke.
Durch
diese
vielfachen
Reflexionen
zwischen
dem
schneebedecktem
Erdboden
und
und
der
Wolkendecke
wird
das
Licht
schliesslich
gänzlich
diffus
und
kommt
aus
allen
Richtungen
zugleich.
Die
Folge
ist,
dass
Schneeverwehungen
oder
Vertiefungen
im
Schnee
keine
Schatten
mehr
werfen.
Polarreisende
berichten
immer
wieder,
dass
sie
in
der
gestaltlosen
Schneewüste
wie
blind
gegen
Eisblöcke
gelaufen
oder
in
unsichtbare
Abgründe
gestürzt
sind.
Wenn
das
Licht
aus
allen
Richtungen
gleichzeitig
kommt,
verschwindet
auch
der
Horizont,
und
man
hat
keinen
sichtbaren
Anhaltspunkt
dafür,
wo
Oben
und
Unten
ist.
Es
gibt
Menschen,
die
dieser
Verlust
der
visuellen
Orientierung
so
hilflos
macht,
dass
sie
in
einem
Whiteout
nicht
einmal
mehr
aufrecht
stehen
können.
Eisblink
Eisblink
ist
ein
herrliches
Naturschauspiel
für
die
Kamera.
Es
ist
das
weisse
Aufhellen
der
niedrigen
Wolken
über
einem
ausgedehnten
Eisfeld
am
fernen
Horizont |
Halo
In früheren Zeiten verursachten Lichtphänomene am Himmel grosse Aufregung. Sie wurden als okkulte Mitteilungen gedeutet. Die Menschen bekamen Angst. Es ist ein heller Lichtkranz um die Sonne oder den Mond, innen gewöhnlich rötlich und aussen weiss, der durch Brechung oder Spiegelung des Lichts an Eiskristallen von Cirrus- oder Cirrostratus Wolken entsteht. Sonnenhalos sollte man nicht mit ungeschützten Augen beobachten!
Heute wissen wir, dass diese leuchtenden Ringe, Bögen, Pfeiler, Kreuze und Flecken am Himmelsgewölbe physikalisch-optische Phänomene sind. Sie entstehen, wenn das Licht von Sonne und Mond sich in kleinen, in der Luft schwebenden Eiskristallen bricht.
Bei guten Wetterbedingungen - klare Luft mit funkelnden Eiskristallen - kann der Himmel ein phantastisches Schauspiel bieten. Am schönsten erscheint das Halo-Phänomen in den Polarregionen, es ist aber auch auf südlicheren Breitengraden sichtbar
Halo ist eine Leuchterscheinung durch Brechung des Sonnenlichts an Eiskristallen in sieben bis zehn Kilometern Höhe. Ein Haloring hat ein einen Winkelradius von 22°, bei diesem WInkel wird die minimale Ablenkung erreicht. Der Begriff Halo stammt aus dem griechischen und bedeutet soviel wie Hof. Es entsteht eine Brechung und Spiegelung der Lichtstrahlen an hochstehenden Eiskristallen..
Die Halos treten meist in hohen dünnen Wolken auf, wenn das Wetter umschlägt. Solche Beugungserscheinungen sind als Höfe auch um den Mond zu sehen.
Mirage
Viele Polarfahrer haben Land und Inseln gesehen, die überhaupt nicht existierten. Es handelt sich um optische Täuschungen, die entstehen, wenn sich Licht in unterschiedlich temperierten Luftschichten bricht. Für gewöhnlich erweisen sich die mystischen Inseln am Horizont als Packeis.
In der Wüste treten sie auf, wenn kalte Luft mit dem heißen Sand in Kontakt kommt (inferior mirage). In den Polarregionen handelt es sich um superior mirage, wenn warme Luft sich über eine kalte Oberfläche bewegt.
Fata Morgana nennt man die dramatischste und komplexeste Form der Luftspiegelung. Dann sind sogar Bilder von hinter dem Horizont liegendem Land sichtbar. Man glaubt, dass der Wikinger Erich der Rote von einer Fata Morgana angelockt worden war, als er Grönland entdeckte.
Wasserhimmel
Aehnlich
dem
Eisblink,
nur
ist
dieses
Aufhellen
am
fernen
Horizont
über
einer
Wasserfläche. |
Nebensonnen
Die
Nebensonne
ist
ein
Sonderfall
einer
Halo.
Bei
nur
gering
ausgeprägten
Eiskristallen
spricht
man
von
Nebensonnen.
Diese
hellen
Flecken
neben
der
Sonne
kommen
recht
häufig
vor.
Aber
anders
als
bei
einem
Regenbogen
muss
man
gegen
die
Sonne
schauen,
was
ohne
entsprechenden
Schutz
auch
in
den
Polargegenden
nicht
zu
empfehlen
ist.
Gegensonnen
Auch
bei
der
Gegensonne
entstehen
ähnlich
wie
bei
den
Nebensonnen
ziemlich
kreisrunde
sonnenähnliche
Lichtflecke.
Allerdings
befinden
sich
diese
recht
weit
ab
der
Sonne.
Kreuz des Südens
Das Sternbild am südlichen Himmel befindet sich über dem Polarkreis und liegt zwischen den Sternbildern Zentaur und Fliege (Musca). Das Kreuz des Südens enthält 4 helle Sterne, die so angeordnet sind, dass sie die Enden eines Kreuzes bilden. Das Kreuz des Südens ist u.a. in den Poststempeln der argentinischen Antarktis abgebildet.
Das Sternbild "Kreuz des Südens" war eine gewisse Zeit auch auf den Poststempeln der argentinischen Stationen in der Antarktis abgebildet.
Das Sternbild "Kreuz des Südens" war einige Zeit auch in den Poststempeln der argentinischen Antarktis abgebildet. Dies ist nur eines der Bilder des Südlichen Sternenhimmels. |
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